BESCHREIBUNG | VERWENDUNG | GEMÜSE A-D | E-J | K-M | N-R | S-Z | BILDER
BESCHREIBUNG:
Unter dem Begriff
Gemüse versteht man alle Pflanzen oder Pflanzenteile, die roh oder
gekocht der menschlichen Ernährung dienen. Nicht zum Gemüse gezählt
werden die Gewürze, die Früchte, die Getreideprodukte und die
Hülsenfrüchte.
Unterschieden werden:
Gemüsedauerwaren:
Gemüsekonserven, Trockengemüse, Salz- und Essiggurken, Tiefkühlgemüse.
Frisches
Gemüse:
Konventioneller Anbau: Unter gezieltem Einsatz von heute gebräuchlichen
Dünge- und Pflanzenschutzmittel bei möglichst optimalem Ertrag.
Biologischer Anbau: Ohne chemische Zusatzstoffe an Orten mit wenig negativen
Umwelteinflüssen angebautes Gemüse. Hors- sol- Anbaumethode: Substratkulturen
ohne Mutterboden. IP- Integrierte Produktion
Bedeutung
Seit es Menschen
gibt, sind die Gemüsepflanzen ein wichtiger Bestandteil ihrer Nahrung.
Schon die Sammler und Jäger suchten Wildwachsende Kräuter und
Wurzeln. Als die Menschen in der Jungsteinzeit sesshaft wurden und Viehzucht
sowie Ackerbau betrieben, pflanzten sie Wildpflanzen in Gärten an.
Im Laufe der Zeit veränderten sich die Pflanzen sehr stark da durch,
dass unbeabsichtigt oder gezielt die als Nahrungslieferanten wertvollen
Formen ausgewählt wurden.
Viele der heutigen Gemüsepflanzen waren schon den Griechen und den Römern bekannt. Vor allem die Römer brachten zahlreiche Gemüsearten in unsere Gegend. Die Vermischung mit den einheimischen Arten führte zu einer immer größeren Formenvielfalt und zur Verbesserung der ehemaligen Wildpflanzen.
Dank den Mönchen wissen wir vieles über das Gemüse im Mittelalter: Sie legten nicht nur Kräutergärten an, sie machten auch Aufzeichnungen über die Heilwirkung von Kräutern. In diesen Werken sind auch viele unserer heutigen Gemüsepflanzen erwähnt.
Dem Gemüsekonsum wurde schon damals, als man noch nichts von Vitaminen und Kalorien wusste, ein großer gesundheitlicher Wert beigemessen. Heute bekommt das Gemüse dank der modernen Ernährungswissenschaft und einem Umdenken den verdienten Stellenwert in der Ernährung. Die Gemüseproduktion ist ein wichtiger Faktor in der Versorgungssicherheit unseres Landes.
Nährwert
Gemüse hat
einen sehr hohen Wassergehalt: 65-95%. Dieses Wasser ist von vorzüglicher
Qualität, enthält es doch verschiedene wertvolle Mineralstoffe,
Vitamine, ätherische Öle, Enzyme usw., die für die Regulation
der Körperfunktionen wichtig sind . Gemüse hat einen geringen
Gehalt an Proteinen, Kohlenhydraten und Fett, dafür aber einen großen
Anteil an Nahrungsfasern.
Frisches Gemüse ist nicht nur sehr gesund, es kann auch vielseitig zubereitet werden. Jede Gemüsesorte hat ihren typischen Geschmack, der eine appetitanregende Wirkung hat. Wichtig ist, dass vor allem Salate und grüne Gemüse möglichst frisch geerntet verwendet werden, damit Nährwertverluste vermieden werden.
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Verwendung
jedes Gemüse
hat seine Saison, in der es reichlich - und somit auch preiswert - sowie
in optimaler Reife angeboten wird. Je nach Gemüseart wird es roh oder
gegart konsumiert. Die verschiedenen Zubereitungsschritte in der Küche
führen zu nicht ganz vermeidbaren Verlusten an Vitaminen, Mineral-
und Nährstoffen. Um diese Verluste möglichst gering zu halten,
sollte Gemüse nur kurz und möglichst ganz gewaschen werden. Das
Wässern von zerkleinertem Gemüse verursacht Auslaugeverluste,
die schon nach einer Viertelstunde 2-30% betragen.
Grundzubereitungsarten: blanchieren (als Vorstufe), sieden, dämpfen, dünsten, schmoren, glasieren, gratinieren, sautieren, grillieren, fritieren, im Ofen backen.
Einkauf
Beim Einkauf sollte
man darauf achten, dass nur für den unmittelbaren Bedarf eingekauft
wird (in der Regel Tagesbedarf). Wenn das Gemüse nicht sofort gerüstet
wird, muss es im Kühlraum aufbewahrt werden. Am besten deckt man es
zu oder verpackt es in gelochte Plastiksäcke, damit der Feuchtigkeitsverlust
möglichst gering ist. Gemüse darf nie einfach herumliegen! Gerüstetes
und geschnittenes Gemüse oxidiert an den Schnittstellen rasch, wird
welk und verliert an Gehalt. Es muss deshalb vor Wärme, Licht, Frost,
Fremdgeruch geschützt werden.
Lagerung
Frisches rohes
Gemüse weist unmittelbar nach der Ernte die höchsten Nähr-
und Wirkstoffgehalte auf. Beim Transport und bei der Lagerung ist das Gemüse
ständigen Veränderungen unterworfen. Meist nehmen dabei verschiedene
wertvolle Inhaltsstoffe ab. Neben Veränderungen, die durch Mikroorganismen
hervorgerufen werden, finden Reifungs- und Alterungsvorgänge statt,
die schließlich zum Verderb des Gemüses führen. Frische
Gemüsepflanzen sind lebende Produkte, die atmen. Das wichtigste bei
der Lagerung ist deshalb die Kühlung: Bei 0-5'C sind die Atmungs- und
die Reifevorgänge verlangsamt und die Aktivität von Fäulniserregern
vermindert.
Frischgemüse lässt sich während einer beschränkten Zeit im Kühlraum aufbewahren. Kühle Keller mit genügender Luftfeuchtigkeit eignen sich ebenfalls. Für die längere Lagerung im Frischezustand müssen Naturgekühlte Lager, Kühllager und Lager mit kontrollierter Atmosphäre (sogenannte CA-Lager) zur Verfügung stehen. In den maschinell gekühlten Kühlräumen wird neben der Temperatur meist auch die Luftfeuchtigkeit kontrolliert, was eine längere Lagerzeit gewährleistet als die Naturlager.
Bei der CA-Lagerung werden die Gemüse in gasdichten Kühlräumen aufbewahrt. Neben der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit werden auch der Sauerstoff- und der Kohlendioxidgehalt der Lageratmosphäre geregelt, wodurch Atmung und Alterung bis auf die Hälfte verlangsamt werden können. So können Gemüse bis in den Frühling, ja sogar bis zur neuen Ernte gelagert werden.
Qualitätsverluste können mit der Lagerung nur vermindert, aber nie ganz vermieden werden. Das Ausmaß von Lagerverlusten, zum Beispiel Vitaminverluste, hängt von den Lagerbedingungen ab und nimmt mit der Lagerdauer zu.
Konservierung
Durch verschiedene
Konservierungsverfahren wie Tiefgefrieren, Hitzesterilisation und Trocknen
werden die Lebensvorgänge im Gemüse unterbunden und die Mikroorganismen
inaktiviert oder abgetötet. Unter den Konservierungsmethoden stellt
das Tiefkühlen wohl das schonendste Verfahren dar. Verluste treten
dabei vor allem bei der Vorbehandlung (Waschen, Rüsten, Schneiden,
Blanchieren) auf. Vor allem Vitamine gehen verloren, wobei die Verluste
je nach Gemüseart und je nach Art der Vitamine sehr unterschiedlich
sein können. Die verarbeitende Lebensmittelindustrie ist bemüht,
die Verfahrensschritte aufeinander abzustimmen und an die Produkte anzupassen,
damit die Verluste an Wirk- und Nährstoffen möglichst gering bleiben.
Qualitätsmerkmale
Frische Gemüse
in- und ausländischer Herkunft müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Sie müssen frisch, sauber, sortentypisch, der jeweiligen Jahreszeit
entsprechend normal entwickelt und ernte reif, von ausgeprägter, der
Sorte und der Erntezeit
entsprechender Farbe, ohne übermäßige Feuchtigkeit, Frostspuren oder Witterungsschäden und in gewaschenem Zustand gut abgetropft sein.
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Artischocke – artichaut (m)
Beschreibung:
Die Artischocke
ist eine aus dem Orient stammende Distelpflanze von großem gesundheitlichem
Wert. Sie gehört zu den kulinarischen Delikatessen und wirkt appetitanregend,
weshalb man sie als Vorspeise bevorzugt. Sie bildet auch die Grundlage für
eine Reihe von Aperitifs.
Qualitätsbestimmung: Ausgesuchte,
gesunde, nicht ausgetrocknete Ware. Nach Größe sortiert.
Anbaugebiete: Frankreich, Italien und andere Mittelmeerländer.
Wird im Feldbau kultiviert. Kälteempfindlich.
Sorten: Man unterscheidet zwei Sorten: rundliche mit eng-
oder doch ziegelartig übereinander liegenden Blättern, meist aus
Frankreich, zum Beispiel «Prince de Bretagne» als Königin
der Artischocken, und längliche mit spitzen, locker anliegenden Blättern,
meist aus Italien und Spanien («Violette de Palermo»).
Lagerung: Artischocken kühl und ohne Zugluft lagern.
Sie trocknen sonst aus und werden fleckig.
Konservierung: Artischockenböden in Ö1 eingelegt
oder sterilisiert (Konserven).
Verwendung: Ganze Artischocke oder Böden als Vorspeise,
in Suppen, Salaten. - Sieden, dämpfen, gratinieren, fritieren.
Aubergine / Eierfrucht -aubergine (f)
Beschreibung:
Die Aubergine mit der glänzend- violetten Farbe und der länglichen
runden Form ist ein Fruchtgemüse mit hohem Nährwert. Sie enthält
viel Vitamin A, B und C sowie Phosphor.DieFruchtist10-20 cm lang, 5-7 cm
dick und sehr wasserhaltig. Qualitätsbestimmung: Gleichmäßige,
feste und fleischige Früchte, die zu dem mit einem 2 cm ausstehenden
Stiel versehen sind. Glänzende, glatte Früchte ohne Flecken. Verlieren
sie ihren Glanz, so sind sie überreif.
Anbaugebiete:
Italien und andere
südliche Länder. In Holland werden sie im Gewächshaus kultiviert.
Sorten: Von
der Form her unterscheidet man zwei Sorten: längliche, leicht gebogene
sowie rundliche, eierförmige.
Lagerung: Auberginen sind in einem kühlen Raum nicht
unter 5 'C und bei rund 95% Luftfeuchtigkeit zu lagern. Sie sind sehr empfindlich
gegen Wasser, Sonnenlicht und Druck.
Verwendung: Für Mischgemüse oder gefüllt.
- Grillieren, fritieren, backen, schmoren, sautieren
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Blumenkohl – chou-fleur (m)
Beschreibung:
Der Blumenkohl ist eine in grüne Blätter eingehüllte Blume,
bestehend aus vielen eng zusammen gezwängten Rosetten. Er zählt
wegen der zarten Zellstruktur zu den Fein Gemüse.
Qualitätsbestimmung: Weiße, fest geschlossene
Blume. Frei von Beschädigungen, Flecken und Schädlingen. Blätter
sollen bis zum Blumenkranz gekürzt und der Strunk direkt unterhalb
des Blattansatzes abgeschnitten sein. Blätter und Strunk dürfen
20% des Gesamtgewichtes nicht übersteigen. Köpfe unter 11 cm und
über 23 cm Durchmesser gelten nicht als Qualität 1.
Anbaugebiete: Deutschland, Italien, Frankreich und Holland.
Sorten: Man kennt viele Arten: Die Blume kann weiß, gelblich
oder violett (sizilianischer Blumenkohl/ Cymona) sein.
Lagerung: Blumenkohl ist kühl zu lagern; nur beschränkte
Zeit haltbar.
Verwendung: Blumenkohl wird ganz oder in Röschen - als Beilage
oder als eigenständiges Gericht - auf verschiedene Arten zubereitet
und mit verschiedenen Saucen serviert. Er kann auch gegart als Salat oder
roh als Rohkost verwendet werden. - Sieden, dämpfen, fritieren, gratinieren.
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Bodenkohlrabi - chou-rave (m)
Beschreibung:
Der Bodenkohlrabi ist eine ovale, rundliche, spitz zulaufende Wurzelrübe
mit gelblichem Fruchtfleisch und dicker, rauer Wurzelschale.
Qualitätsbestimmung: Feste
Köpfe von 8-12 cm Durchmesser.
Anbaugebiete:
Europa.
Sorten:
Der Bodenkohlrabi ist eine Kreuzung von Kohlrabi und Herbstrüben. Weißfleischige
Rüben heißen Kabis- oder Kohlrüben und dienen Futterzwecken.
Lagerung:
Der Bodenkohlrabi
ist kühl und trocken zu lagern. Aus geschmacklichen Gründen wird
nur kurzfristige Lagerung empfohlen.
Verwendung:
Wird als Gemüsebeilage oder für Eintopfgerichte verwendet. - Sieden,
schmoren.
Bohne - haricot (m)
Beschreibung:
Die Bohne ist ein Sammelbegriff für die ganze Frucht mit Kernen und
Hülsen sowie auch nur für die Kerne. Die Gartenbohne stammt ursprünglich
aus Südamerika.
Qualitätsbestimmung: In der Größe ausgeglichen,
zarte, gesunde, hartfleischige und leicht brechende Schoten. Nicht berostet
oder faserig.
Anbaugebiete:hauptsächlich Italien, Spanien und Frankreich.
Sorten: Buschbohnen, Stangenbohnen und Auskernbohnen. Sehr zarte
Buschbohnen als Salatbohnen, mittelgroße als Gemüsebohnen. Speziell
zu erwähnen sind die fadenlosen Bobbybohnen, Cornetti und Kenia-Bohnen.
Stangenbohnen unterteilt man in Schmalzbohnen mit rot oder violett gesprenkelten
Hülsen. Speckbohnen: lange, rundovale, grüne Hülsen mit breitem
Korn. Prinzeßbohnen: kurze, grüne, feine Hülsen. Schwertbohnen:
lange, flache und sehr breite Hülsen. Vor allem aus Spanien. Wachsbohnen:
lange, rundovale, gelbe Hülsen. Auskernbohnen siehe Hülsenfrüchte
Lagerung: Busch- und Stangenbohnen werden kühl gelagert. Nicht
mit Wasser behandeln, sie werden sonst rostig. Wegen des hohen Eiweißgehaltes
entwickeln sie eine intensive Eigenwärme, weshalb sich im Innern von
Körben schnell Fäulnisherde bilden.
Konservierung: Tiefkühlen, sterilisieren, dörren,
trocknen.
Verwendung: Salate, Suppen, Gemüsebeilagen und Eintöpfe.
- Blanchieren, sieden, dämpfen, schmoren, sautieren.
Broccoli/Spargellkohl- brocoli (m)
Beschreibung:
Broccoli ist ein blumenkohlartiges Gemüse mit kleiner dunkelgrüner
Blume. Er zählt zum Feingemüse.
Qualitätsbestimmung: Broccoli sollte ganz frisch, der Kopf
geschlossen und ohne gelbe Blüten sein. Der Strunk sollte zart und
12-15 cm lang sein. Beim Broccoletti sind die Blumen kleiner, und der Stängel
ist dünner.
Anbaugebiete: Italien, Spanien und andere Mittelmeerländer.
Sorten: In Italien sind über 30 Sorten bekannt. Von Bedeutung
sind für uns nur der Kopfbroccoli und der grüne Sprossenbroccoli.
Lagerung: Broccoli ist kühl zu lagern. Er ist sehr licht-,
wärme- und druck empfindlich. Muss möglichst rasch verbraucht
werden, da er nur ein paar Tage haltbar ist.
Konservierung: Tiefkühlen.
Verwendung: Wie Blumenkohl zubereitet. - Sieden, dämpfen,
fritieren, gratinieren.
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Catalonia - catalogne (f)
Beschreibung:
Catalonia ist ein löwenzahnähnliches Gemüse mit länglicher,
sich gegen oben öffnender Form und dunkelgrünen Blättern.
Qualitätsbestimmung:
Dichtes Blattbüschlein von sattgrüner Farbe mit zarten Herzblättern,
bis zu 60 cm lang. Die Blätter haben einen charakteristischen bitteren
Geschmack.
Anbaugebiete: vorwiegend
Italien.
Lagerung:
Kühl lagern; nur kurzfristig haltbar.
Verwendung:
Vorwiegend für Salate oder als Gemüse. - Blanchieren, sieden,
dünsten.
Chicoriée (f/m) / Brüsseller Endivie Treib- oder Salatzichorie endive (f) / witloof (f)/ chicon (m)
Beschreibung:
Aus den im Sommer
kultivierten Wurzeln wird im Winter in Gewächshäusern oder Tunnelgewölben
die Chicoree getrieben. Mit Hilfe von künstlicher Wärme und Feuchtigkeit
entwickelt sich unter Lichtabschluss aus der Zichorienwurzel die weiße,
zapfenartige Knospe.
Qualitätsbestimmung: 1.
Qualität: Sprossen von 10-20 cm Länge und mindestens 3 cm Durchmesser.
Sauber, fest und ohne Schäden. Sie dürfen keine grünen Spitzen
haben. 2. Qualität: Sprossen von 8-22 cm Länge und mindestens
2 cm Durchmesser. Kleine Fehler werden toleriert.
Anbaugebiete: hauptsächlich
Belgien und Holland.
Sorten:
Neben dem weißen Brüsseler wird hauptsächlich noch eine
rötliche Sorte, «Dunkelrote von Treviso», kultiviert.
Lagerung:
Chicoree ist lichtempfindlich. Kühl gelagert ist Chicoree problemlos
einige Tage haltbar.
Verwendung:
Als Salat (praktisch ohne Abfall), aber auch als Gemüse wird Chicoree
sehr geschätzt. Das Bitter werden kann gemildert werden, wenn an der
Schnittstelle der Kern 1-2 cm tief herausgeschnitten wird. -Dünsten,
schmoren, sautieren.
Chinakohl – chou (m) chinois
Beschreibung:
Der Chinakohl ist länglich, rund 30 cm lang, mit ovaler, fest geschlossener
Form und weißen, gelblichen bis grünen gerippten Blättern.
Wird auch Blätter- oder Pekingkohl genannt.
Qualitätsbestimmung:
Fest geschlossene und sauber ausgerüstete Köpfe mit knackigen,
grünlich- weißen Blättern.
Anbaugebiete: Europa
und Ostasien.
Sorten:
In den ostasiatischen Ländern gibt es verschiedene Sorten des Chinakohls,
die sich durch die Kopfform - blockig, halblang oder lang - unterscheiden.
Lagerung:
Chinakohl ist
kühl zu lagern und vor Licht zu schützen.
Verwendung: Für
Salate oder als Suppengemüse. Wird auch als Gemüsebeilage oder
in asiatischen Gerichten verwendet. - Schmoren, Sieden, dünsten.
Cicorino Zichoriensalat - chicorée (f) amére chicorée (t) de Trévise
Beschreibung:
Zichoriensalat
wird sowohl in Italien als auch bei uns als Cicorino oder Radicchio gehandelt.
Man unterscheidet vor allem den roten (Cicorino rosso) und den grünen
Zichoriensalat (Cicorino verde), der hauptsächlich im Frühjahr
von Bedeutung ist.
Qualitätsbestimmung:
Frische, gesunde, violettrote Blätter mit weißen Rippen, ohne
Brand oder Fäulnis. Wurzelansatz muss gewaschen sein.
Anbaugebiete: Inland
und Italien.
Sorten:
Die Kopfzichorie oder «Palla rossa» hat dunkelrote, feste, faustgroße
Köpfe und weiße Blattrippen. Rosettenzichorie: ~<Typ Grumolo»
hat rundliche, schön rotweiß gezeichnete Blattrosetten, «Typ
Treviso» längliche rotweiße Blattschöpfe, und «Typ
Castelfranco» ist rotgrün und weiß gestreift. Die Schnittzichorie
hat zarte, gelbgrüne, rundovale Blätter («Gelbe von Triest»).
Lagerung:
Kühl lagern,
schadhafte Blätter entfernen.
Verwendung: Cicorino
wird hauptsächlich für Salate verwendet. Die verschiedenen Farben
wirken sehr dekorativ.
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Eisbergsalat / Krachsalat / Iceberg / Batavia(-Salat) - salade (f) iceberg / laitue (f) d´hiver
Beschreibung:
Eisbergsalat hat
dicht übereinander liegende, feste, gekrauste, glänzende, hellgrüne
Blätter. Sein Geschmack ist knackig, frisch und nussartig.
Qualitätsbestimmung:
Feste, runde, dicke, geschlossene Köpfe von 15 bis 20 cm Durchmesser
mit stark gerippten Blättern.
Anbaugebiete:
USA (Kalifornien), Italien, Holland, Israel, Spanien und seit kurzem auch
Norddeutschland. Eisbergsalat wird im Gewächshaus, unter Folie und
im Freiland angebaut.
Sorten:
Krachsalat: mit Umblatt Kranz, Eisbergsalat: ohne Umblätter.
Lagerung:
Kühl gelagert lange haltbar. Verwendung. Salat in Viertel zerteilt
oder in Streifen geschnitten, mit verschiedenen Salatsaucen.
Endivie, glatt - Chicorée (f) scarote (f)
Beschreibung:
Blattrosette mit außen kräftigen, mittel- bis dunkelgrünen
Blättern, innen zarten und gelben Blättern.
Qualitätsbestimmung: Vollherzige,
voluminöse Köpfe. Der
gesundheitliche Wert der Endivie liegt in der anregenden Wirkung durch den
leicht bitteren Geschmack sowie im Gehalt an Geschmacksstoffen.
Anbaugebiet:
Europa
Sorten:
«Bubikopf»: schnell wachsend, mittelgroß; «Grüner
Riese»: gegen feuchtes und kaltes Wetter weniger empfindlich; «Eskariol»:
langsam wachsend, gegen Frost und nasskaltes Wetter weniger anfällig,
besser haltbar.
Lagerung:
Gesunde, trockene Endivien sind kühl gelagert ziemlich lange haltbar.
Endivie, gekraust – chicorée (t)frisée
Beschreibung:
gekrauste Endivie
hat, wie der Name andeutet, sehr gekrauste, fein gezahnte und geschlitzte
Blätter. Die Außenblätter sind grün bis zu den Herzblättern,
die gelb bis hellgelb sind. Der Geschmack der gekrausten Endivie ist leicht
bitter und würzig.
Qualitätsbestimmung:
Frische, gesunde Pflanzen, frei von faulen Stellen, innen etwas gebleicht,
Strunk kurz geschnitten.
Anbaugebiete:
Europa
Sorten:
Im Frühjahr der sehr fein gekrauste «très fine maraichére»,
im Sommer der etwas größere «déte à coeur
jaune», im Herbst der kräftigere «grosse pommant seule»
und im Spätherbst der mittel gekrauste, dunkelgrüne, große
«Walloune».
Lagerung: Trocken
und kühl aufbewahren.
Erbse - petit pois (m)
Beschreibung:
Unter Erbsen ist die Ausmachererbse in noch unreifem Zustand zu verstehen.
Erbsen werden hauptsächlich als Konserven und tiefgekühlt angeboten.
Qualitätsbestimmung:
Gut gefüllte Hülse, gleichmäßig grün, Kerne zart,
saftig und gut geformt.
Anbaugebiete: Italien,
Spanien und Frankreich.
Sorten: Es
gibt rund 80 verschiedene Erbsensorten. Man unterscheidet 4 Erbsentypen:
Auskernerbse (Palerbse) mit rundem Samen. Die Körner werden rasch mehlig.
Sie können grün und ausgereift in der Küche verwendet werden.
Markerbse mit runzeligem Samenkorn. Die zarten süßen Körner
werden nur grün geerntet. Kiefelerbse (Kefe, Zuckerschote) mit essbaren
flachen Hülsen. Knackerbse mit runden, dicken Hülsen.
Lagerung:
Kühl und luftig lagern; beschränkte Haltbarkeit. Weil sie viel
Eigenwärme entwickeln, werden sie schnell gelb und wertlos.
Konservierung: Tiefkühlen,
sterilisieren.
Verwendung:
Gemüse, Salate. - Blanchieren, sautieren, dünsten.
Fenchel / Knollenfenchel -fenouil (m)
Beschreibung:
Der Knollenfenchel ist eine aus dem Süden stammende, blättrig
zusammengeschlossene Stängelknolle mit typischem Anisgeschmack. je
nach Sorte sind die fleischigen Knollen kurz und breit oder schmal und länglich.
Die Farbe variiert von Grün bis Weiß. Er muss sorgfältig
gewaschen werden, da sich zwischen den Blättern leicht Sand ablagert.
Qualitätsbestimmung:
Feste, weiße oder hellgrüne Knollen mit eingekürztern Kraut.
Anbaugebiete:
Europa im Winter hauptsächlich Italien und Frankreich.
Sorten:
Unterschieden
werden Sommer- und Herbstfenchel.
Lagerung:
Die Knolle ist druckempfindlich und bekommt schnell braune Flecken. Verletzte
oder braun gewordene Stellen können weg geschnitten oder abgerüstet
werden. Kühl und luftig lagern.
Verwendung:
Gemüse, Salat. - Schmoren, dämpfen, sieden, gratinieren.
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Gurke / Freilandgurke / Einlegegurke - concombre (m) / concombre de couche / cornichon (m)
Beschreibung:
Man unterscheidet nach dem Anbau Treibhaus- und Freilandgurken oder nach
der Verwendung Salat- und Einlegegurken. Sie haben einen sehr hohen Wassergehalt
und sind energiearm. Junge Gurken werden unter Beigabe von Essig, Kräutern
und Zucker sterilisiert. Je nach Größe und Schnittart kommen
sie in den Handel als Cornichons, Delikatessgurken, Gewürzgurken, Senfgurken
und Zuckergurken.
Qualitätsbestimmung:
Die Gurken müssen dunkelgrün, unverletzt, sauber, nicht bitter
und ohne ausgeprägte Kernbildung sein.
Anbaugebiete:
Gewächshäuser in ganz Deutschland, Holland und Balkanstaaten.
Lagerung:
Gurken haben eine beschränkte Haltbarkeit. Verletzungen führen
zu rascher Fäulnis. Gelbe Gurken sind wertlos.
Verwendung:
Als Salat oder Gemüse. - Blanchieren, dünsten, glasieren.
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Karde / Kardy / Kardone - cardon (m)
Beschreibung:
Ein echt französisches
Gemüse. Wird etwa 1,4 m hoch und besteht aus stark stacheligen Rippenblättern.
Die innersten Blätter, das Herz, sind am zartesten. Gegen Ende des
Wachstums, im Spätherbst, werden sie gebleicht. Geschälte Kardonen
verfärben sich sehr schnell und müssen daher sofort in einen blanc
de 1égumes (Wasser, Mehl und Zitronensaft) gelegt werden.
Qualitätsbestimmung:
Hart, fleckenlos.
Anbaugebiete:
Spanien, Südfrankreich und Italien.
Sorten: Bevorzugt
wird die Sorte «Cardy von Tours» mit fleischigen Blattrippen
ohne dornenspitze Blätter.
Lagerung:
Vor Licht geschützt,
im Keller eingeschlagen.
Verwendung: In
Essig-Salz-Wasser gekocht, wie Spargel serviert oder gratiniert.
Karotte / Rüebli / Möhre -carotte (f)
Beschreibung:
Karotten sind weltweit eine der wichtigsten Gemüsearten. Durch Züchtung
sind zahlreiche, heute weltweit angebaute Formen mit gleichmäßiger
Farbe entstanden. Die Karotten haben einen Zuckerwert von 4-50/o, was den
hohen Nährwert begründet. Sie bilden außerdem unsere ergiebigste
einheimische Karotinquelle.
Qualitätsbestimmung: Bundkarotten:
Mit frischem, gesundem Kraut. Zarte und gewaschene Wurzel. Meist nur im
Frühjahr und im Sommer erhältlich. Pariser Karotten: Klein, rund,
zart, gewaschen. Ausschließlich in Büscheln im Frühjahr
und im Sommer erhältlich. Große industrielle Produktion für
die Konservenherstellung. Sommerkarotten: Ohne Kraut, zart, alles genießbar.
Lagerkarotten: Haltbar, gesund; gewaschen, mit wenig grünen Köpfen.
Anbaugebiete: Ganze
Schweiz. Ausland: Überbrückungsimporte aus Italien und Frankreich.
Sorten:
Rüebli, Feldrüebli, Pariser Karotten in ihren verschiedenen kultivierten
Anbausorten. Bei den Lagerkarotten unterscheiden wir Typ 1: «Nantaise»,
Typ 2: «Flakkeer», Typ 3: «Pfälzer».
Lagerung:
Kühl (10 'C bei hoher Luftfeuchtigkeit.)
Verwendung:
Gemüse und Salat. -Dämpfen, dünsten, glasieren.
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Knoblauch - ail (m)
Beschreibung:
Knoblauch ist eine sehr alte Kulturpflanze, die in Zentralasien beheimatet
ist. Bei uns ist Knoblauch seit dem Mittelalter bekannt. Die genutzte Hauptzwiebel
bildet sich im Boden. Sie setzt sich aus etwa zehn länglich gekrümmten
kantigen Nebenzwiebeln (Zehen, Zinken, Klauen) zusammen und ist mit einer
trockenen weißen Hülle umschlossen. Im Frühjahr kommt meist
für kurze Zeit auch frischer Knoblauch mit grünen Stängeln
auf den Markt.
Qualitätsbestimmung:
Feste, gesunde Knollen mit weißer, trockener Deckhaut.
Anbaugebiete:
Inland: geringe
Produktion. Ausland: Italien, Frankreich und Übersee.
Sorten:
Unterschieden werden zwei Sorten: der violettrötlich getönte («Rose-rouge
d'Albi») und der sehr haltbare perlweiße Knoblauch («Blanc
du Tarn»).
Lagerung:Trocken
gelagert einige Wochen haltbar.
Konservierung: In
Öl eingelegt, getrocknet (Pulver).
Verwendung: Speziell zum Würzen von warmen Speisen sowie von
Salatsaucen. Knoblauch sollte nicht angeröstet werden.
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Kohlrabi - chou-rave (m) Chou (m) pomme
Beschreibung:
Eine Stängelknolle,
die nur mit dem unteren Teil mit der Erde verwachsen ist. Unterschieden
werden grünlichweiße und blauviolette Kohlrabi, deren Haltbarkeit
und Geschmack gleich sind.
Qualitätsbestimmung:
Frische, gesunde Knollen ohne Risse. Zartes, nicht holziges Fleisch, frisches
Kraut. Anbaugebiete: Ganze Schweiz. Ausland: im Winter Importe aus
Sizilien.
Sorten:
Treib-Kohlrabi sind zarter im Fleisch als Freiland-Kohlrabi, doch schmeckt
Freilandware kräftiger. Die bekannteste weiße Sorte ist «Wiesmoor
weißer Trieb», die beliebtesten Blausorten sind «Wiener
blauer Glas» und «Blauer Speck».
Lagerung:
Kühle, eher
feuchte Luft verhindert das Holzigwerden.
Verwendung:
Gemüse, Salat. - Sieden, dünsten, dämpfen.
Kopfsalat - laitue (f) pommée
Beschreibung:
Unter den verschiedenen Salatarten nimmt der Kopfsalat eine Spitzenstellung
ein: Er ist in Europa der meistgegessene Salat. Jahrelange Züchtungsarbeit
hat zum heutigen kopfbildenden Kopfsalat von hoher Qualität geführt.
Seine Vorzüge liegen in der Frische, den einfachen Zubereitungsmöglichkeiten
und der Bekömmlichkeit. Den erfrischenden Geschmack
verdankt der Kopfsalat seinem Gehalt an Zitronen- und Apfelsäure. Er
sollte erst kurz vor dem Essen zubereitet werden, damit seine Vitamine erhalten
bleiben und er nicht welkt.
Qualitätsbestimmung: Die
Köpfe müssen gesund, frisch und sauber sein. Alle Salate in einem
Gebinde haben die gleiche Größe. Übliche Sortierungsgröße
pro Gebinde: 12, 18, 24, 30 Stück.
Anbaugebiete:
Frankreich, Italien,
Spanien, Holland und Belgien.
Sorten: Unterschieden
werden zwei Hauptgruppen: Kopfsalat, der unter Glas oder in Plastiktunneln
kultiviert wird, hat meist leichte Köpfe mit zarten Blättern.
Freiland-Kopfsalat hat größere, meist auch schwerere Köpfe
und ist etwas weniger zart.
Lagerung:
Kühl lagern, eventuell in Plastiksack. Möglichst rasch verbrauchen,
nicht lange haltbar.
Krautstiel / Stielmangold cote (f) de b(l)ette
Beschreibung:
Dieses auch als
Stielmangold bezeichnete Gemüse ist nicht mit dem Schnittmangold zu
verwechseln. Krautstiele haben weißliche breite Rippen und kommen
mit oder ohne Blätter auf den Markt.
Qualitätsbestimmung:
Bei Krautstielen
mit Blättern darf das Laub nicht welk sein. Bei Krautstielen ohne Blätter
muss das Laub sauber abgeschnitten sein. Verkauf gebündelt oder kiloweise.
Beide Arten müssen vor allem zart, sauber, frisch und gesund sein.
Anbaugebiete: Europa
Lagerung:
Kühl, hohe Luftfeuchtigkeit. Beschränkt lagerfähig.
Verwendung: Gemüse
(einschließlich Blätter), Blätter gefüllt. Das noch
zarte Kraut der jungen Krautstiele kann auch als Salat, wie Mangold oder
Schnittmangold, verwendet werden. - Blanchieren, sieden, dünsten, dämpfen,
gratinieren.
Kresse - cresson (m)
Beschreibung:
Brunnenkresse wächst wild an feuchten Gräben und an Bächen,
wird jedoch meist kultiviert auf den Markt gebracht. Bei Brunnenkresse ist
der rettichartige, herbe und pikante Geschmack sehr ausgeprägt. Gartenkresse
ist der Brunnenkresse ähnlich, jedoch weniger pikant. Genutzt werden
meist die Keimpflanzen mit dreizählig gefingerten Keimblättern.
Qualitätsbestimmung: Beide
Kressearten müssen grün sein, Gartenkresse locker, trocken, zart
und wohlriechend, Brunnenkresse knackig-frisch. Blättchen sauber und
ohne Beimischung anderer Blättchen.
Anbaugebiete:
Frankreich und Deutschland.
Sorten:
Brunnenkresse - cresson de fontaine, Gartenkresse - cresson de jardin, Kapuzinerkresse
- cresson d'Inde.
Lagerung:
Geschnittene Kresse muss gleichentags verbraucht werden.
Verwendung:
Beide Sorten vorwiegend als Salat. Erst im letzten Moment mit Salatsauce
mischen, da Kresse sehr schnell welkt. Eignet sich auch vorzüglich
als Garnitur zu Grilladen. Brunnenkresse kann auch gehackt wie Petersilie
verwendet werden oder püriert in Suppen.
Lattich - laitue (f) romaine
Beschreibung:
Lattich ist eine uralte Kulturpflanze. Er hat eine längliche, nur wenig
kopfbildende Form. Die robusten knackigen Blätter mit den ausgeprägten
Blattrippen sind meist tiefgrün. Die Köpfe vieler Sorten sind
mittelfest und gut geschlossen. Hellgrüne und rötliche Sorten
bilden eher losere Köpfe.
Qualitätsbestimmung:
Längliche, walzenförmige, mittel- und dunkelgrüne Köpfe
mit zarten, gelblichgrünen Innenblättern. Er darf nicht aufgeschossen,
der Strunk muss kurz geschnitten sein.
Anbaugebiete:
Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland.
Lagerung:
Frisch halten wie Kopfsalat, ist aber etwas weniger empfindlich.
Verwendung:
Roh als Salat, gekocht als Gemüse. - Blanchieren, dämpfen, schmoren.
Lattughino / Lollo / Schnittsalat -lattughino (m)
Beschreibung:
Lattughino gilt als Sammelbegriff für Salatsorten, die als Blattrosetten
auf den Markt kommen. Die bis zu 20 cm großen Salatpflanzen haben
einen offenen Wuchs, also keine geschlossene Kopfbildung. Gekrauste braune,
grüne, gelbe oder rötliche Blätter. Herber, weicher Geschmack.
Qualitätsbestimmung: Frische, gesunde Blätter, frei von
faulen Stellen.
Anbaugebiete: Italien und Frankreich.
Sorten: Lollo Rosso: kompakte Rosette mit dunkelroten gekrausten
Blatträndern. Lollo Biondo: kompakte Rosette mit gelbgrünen gekrausten
Blättern. Salad Bowl: gelbblättriger Eichenlaubsalat. Red Salad
Bowl: rotblättriger Eichenlaubsalat. Grand Rapid (Strubelpeter): hellgrüne
gekrauste Blattränder. Rubin: dunkelbraunrote gekrauste Blattränder.
Lagerung: Kühl lagern.
Lauch - poireau (m)
Beschreibung:
Der gewöhnliche Lauch, der von der Zwiebelwurzel in einen langen, fest
zusammengeschlossenen Blattstängel auswächst, ist nur oben grün,
wo die breiten Blätter lose sind.
Qualitätsbestimmung:
Die verschiedenen Arten müssen sortentypisch gefärbt, frisch und
gesund sein. Beim Bleichlauch muss alles verwendbar sein. Geschmacklich
am besten ist der Sommerlauch.
Anbaugebiete: Europa.
Sorten:
Suppenlauch oder Junglauch. Sommerlauch: zarter, hellgrün. Winterlauch:
herber, dunkelgrün. Bleichlauch: natürlich gebleicht aus
Grünlauch.
Lagerung: Lauch
kühl lagern. Suppenlauch: beschränkt haltbar. Sommer und
Winterlauch: gut haltbar. Bleichlauch: kurzfristig haltbar, wird bei Tageslicht
wieder grün.
Verwendung:
Suppen, Gemüse, Salate. - Dünsten, dämpfen, gratinieren.
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Melone - melon (m)
Beschreibung:
Melonen sind Gemüsefrüchte.
Sie sind in der wärmeren Jahreszeit sehr beliebt. Man unterscheidet
2 Sorten Wassermelonen und Zuckermelonen, je mit verschiedenen Untergruppen.
Qualitätsbestimmung:
Gesunde, reife, saubere Früchte in sortentypischer Form, ohne Risse
oder Fraßstellen. Die Früchte dürfen noch nicht weich sein.
Anbaugebiete:
Frankreich, Spanien,
Italien, Israel usw.
Sorten:
Wassermelone: Rund oder walzenförmig mit grüner, gelblicher oder
bunt gefleckter Haut. Das Fruchtfleisch ist rot, rötlich, gelblich
bis weiß mit schwarzen Kernen. Die Farbe des Fruchtfleisches und der
Haut ist unabhängig vom Reifegrad. Wassermelonen werden groß
und schwer. Cantaloup- oder Charentais Melone: Früchte mit glatter,
gelblicher Oberfläche, segmentähnlich eingefurcht. Das lachsfarbige
Fleisch ist süß und aromatisch. Die begehrtesten und umsatzstärksten
Melonensorten. Netzmelone: Meist ovale Früchte mit rauer, gelblicher
Oberfläche, mit netzähnlichem Überzug. Das gelblich rötliche
Fruchtfleisch ist sehr aromatisch. Netzmelonen sind weniger lang haltbar
als die Cantaloup und die Charentais-Melonen. Honigmelone: Runde, glatte,
gelbe oder grüne, sehr haltbare Früchte, die vorwiegend aus Spanien
kommen. Sie sind oft sehr hart und wirken unreif. Das weißliche Fruchtfleisch
ist honigsüß. Ogen-Melone: Diese Winterspezialität kommt
aus Israel. Runde Form mit
leicht eingekerbten Segmenten. Gelbliche Haut mit grünlichen Streifen.
Schmelzend-süß und duftend, wenn voll ausgereift. Ogen-Melonen
reifen bei Zimmertemperatur nach. Noch grüne Früchte müssen
einige Tage gelagert werden. Wintermelone: Diese runden Überseefrüchte
sind hell- und glattschalig mit weißlichem Fruchtfleisch.
Lagerung:
Je nach Reifegrad in kühleren oder wärmeren Räumen aufbewahren.
Vor Druck und Schlag schützen. Alle Melonensorten sollten kühl
genossen werden.
BESCHREIBUNG | VERWENDUNG | GEMÜSE A-D | E-J | K-M | N-R | S-Z | BILDER
Nüsslisalat / Feldsalat / Rapunzel / Ackersalat - máche (f) / doucette (t)
Beschreibung:
Wuchs- und Blattform des Nüssli Salates sind recht unterschiedlich.
Er wächst im Freiland, unter Glas und im Plastiktunnel. Es gibt eine
hellgrüne, großblättrige, langstielige, wenigerwinterfeste
Sorte, die bei uns nicht gefragt ist. In der Schweiz, in Frankreich und
in Süddeutschland werden dunkelgrüne Sorten mit kleinem bis mittelgroßem
Rosettenwuchs bevorzugt.
Qualitätsbestimmung:
Glas- und Tunnelware zart, gewaschen, alles verwendbar. Freilandware herber,
sauber gewaschen, geputzt, nicht aufgeschossen, ohne Wurzelansätze.
Anbaugebiete:
Europa
Lagerung:
Feucht und kühl.
Okra / Ladyfinger - gombo (m)
Beschreibung:
Okra ist eine Schotenart, ähnlich der Paprika, jedoch grün und
im Geschmack an junge Bohnen erinnernd. Sie wird 3-5 cm lang.
Qualitätsbestimmung:
Nur frische, fleischige und große Früchte verwenden.
Anbaugebiete:
Griechenland, Türkei und subtropische Länder.
Lagerung:
Leichtverderblich;
angefaulte Früchte aussortieren.
Verwendung:
Wie Bohnen, auch gesotten als Salat. Da beim Kochen Schleim abgesondert
wird, anschließend in Sieb abspülen und abtropfen lassen. Die
Konservenware ist qualitativ nicht so gut (ähnlich wie bei den Bohnen).
Peperone / Gemüsepaprika / Gewürzpaprika / Peperoncino /Chili - piment (m) doux / poivron (m) / piment (m)
Beschreibung:
Peperoni wachsen in den verschiedensten Formen, Geschmacksrichtungen und
Farben (grün, gelb, rot, bunt). Kleine Peperoni (Peperoncini) haben
ein scharfes Aroma. Es kommen ständig neue Kreuzungen und Züchtungen
auf den Markt, so dass heute, unabhängig von der Größe,
die verschiedensten Geschmacks- und Farbvariationen anzutreffen sind.
Qualitätsbestimmung:
Gesunde, feste
Früchte ohne Risse oder Flecken. Sortentypische Formen und Farben.
Anbaugebiete:
Hauptsächlich Importe, meist aus südlichen Ländern sowie
aus Gewächshäusern (Holland). Kleine Bezüge aus inländischen
Gärtnereien. Im Winter vorwiegend aus Übersee.
Sorten:
Große grüne: Hauptsorte; walzenförmige, glänzende,
knackig feste Früchte. Allgemein am billigsten. Gegen Ende der Saison
färben sich die grünen Sorten auch bunt. Große rote oder
gelbe: Spezialqualitäten, meist teuer und von nur beschränkter
Haltbarkeit. Rote Tomatenpaprika: Auch süßer Paprika genannt.
Form und Farbe wie reife Tomaten, dunkelrot, mild und aromatisch. Mittelgroße
weißgelbe: Zugespitzte Form, mild, aus den Balkanstaaten. Sie können
auch ohne Zubereitung roh genossen werden. Extralange grüne: Bis etwa
25 cm lang, zugespitzt. Gegen Ende der Saison werden sie auch rot und gelb.
Mild. Peperoncini: Klein und langschmal, in allen Farbvarianten. In der
Regel sehr scharf. Chili-Paprika: Aussehen wie Peperoncini, aber kleiner.
In verschiedenen Farben, aber vorwiegend grün. Brennendscharfes Gewürz
aus Südosteuropa. Kann wegen seiner Schärfe nur als Gewürz
verwendet werden.
Lagerung:
Kühl lagern. Gelbe und rote Früchte sind meist weniger lang haltbar
als grüne.
Verwendung:
Peperoncini und ChiliPaprika als Gewürz. Peperoni allgemein als
Salat, Gemüse und gefüllt. -Dünsten, dämpfen, schmoren.
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Radieschen - radis (m) rose
Beschreibung:
Das Radieschen ist eine zarte, kleine, runde Knollenfrucht von leuchtend
roter Farbe. Gefärbt ist nur die Außenhaut. Das Fleisch ist weiß,
fest und saftig. Sein würzigscharfer Geschmack wird unter anderem durch
Senföl bewirkt.
Qualitätsbestimmung:
jung, sauber gewaschen, zart, mit frischem grünem Kraut, nicht gespalten
oder hohl.
Anbaugebiete: Europa.
Sorten:
Frühjahrssorten aus Treibhäusern sind in der Regel mild und sehr
saftig, Sommerknollen im Freiland würzig und scharf. Es gibt auch zweifarbige,
rotweiße Sorten und weiße, längliche (Eiszapfen).
Lagerung:
Kühl und feucht. Möglichst schnell verbrauchen.
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Rande / rote Rübe / rote Bete -betterave (f) rouge
Beschreibung:
Die Rande ist eine runde oder längliche, walzenförmige, im Boden
wachsende Wurzelknolle mit tiefrotem Fleisch. Im Winter kommen Randen auch
gekocht auf den Markt.
Qualitätsbestimmung: Sauber
gewaschen, fest, unbeschädigt, ohne Flecken, tiefrotes saftiges Fleisch.
Durchmesser 5-10 cm, nicht schwerer als 500 g. Größere Knollen
sind faserig.
Anbaugebiete:
Italien, Deutschland und Holland.
Lagerung: Kühl
lagern.
Verwendung:
Salate (roh oder gekocht), Säfte, Suppen. Wird auch als Farbstoff verwendet.
Rettich - radis (m)
Beschreibung:
Rettiche sind je nach Sorte weiß, rosarot, violett oder schwarz erhältlich.
Die Wurzeln sind länglich, spindel- oder kugelförmig. Der scharfe
Geschmack wird durch die ätherischen Senföle verursacht. Je jünger
der Rettich, desto milder ist er im Geschmack.
Qualitätsbestimmung:
Sauber gewaschene, gesunde, zarte und saftige Wurzeln ohne Beschädigung.
Nicht gespalten und nicht hohl. Sommerware mit frischem Kraut.
Anbaugebiete:
Deutschland und andere nordeuropäische Länder.
Sorten: Frühjahrs-
und Sommerrettich, auch «Ostergruß» genannt, mit weißer
oder rosaroter Haut. Winterrettich violett oder kohlschwarz, sehr lang.
Lagerung:
Kühl aufbewahren.
Rhabarber - rhubarbe (f)
Beschreibung:
Der Rhabarber ist eine ausdauernde Blätterstaude mit dicken, fleischigen
Wurzeln, die frosthart sind. Die essbaren roten oder grünen Stengel
werden bis zu 60 cm lang.
Qualitätsbestimmung:
Dicke, fleischige, hell- bis dunkelrote Stiele. Die Blätter oberhalb
des Stängels abgeschnitten.
Anbaugebiete:
Europa. Frühimporte aus Holland (Treibhäuser).
Lagerung:
Kühl lagern, kein Kontakt mit Metall, da Rhabarber Oxalsäure enthält.
Konservierung:
Als Konfitüre einkochen, tiefkühlen.
Verwendung:
Kompott, Sorbet, Kuchen.
Romanesco / grüner Blumenkohl - romanesco (m)
Beschreibung:
Dunkelgrüne, höckerige Knospen, die wie ein Türmchen einer
Burg aussehen. Romanesco ist ein attraktives Gemüse. Nach der Botanik
müsste er dem Brokkoli zugeordnet werden, im Handel gilt er aber als
Blumenkohl.
Qualitätsbestimmung:
Der Romanesco ist geschmackvoller als der gewöhnliche Blumenkohl und
nimmt nach dem Kochen auch nicht eine unansehnliche Farbe an. Er kommt vor
allem im Oktober und im November auf den Markt. Das durchschnittliche Stückgewicht
beträgt zwischen 400 und 600 g.
Anbaugebiete: vor
allem Italien; in Holland gewinnt der Anbau eine immer größere
Bedeutung.
Konservierung:
Tiefkühlen.
Verwendung:
Romanesco wird ganz oder in Röschen zubereitet. Er bleibt nach dem
Kochen bzw. dem Dämpfen kompakt und fällt nicht auseinander. Wird
wie Blumenkohl zubereitet.
Rosenkohl - choux (m) de Bruxelles
Beschreibung:
Kleine, gut geschlossene Kohlschösslinge, die traubenartig am Pflanzenstängel
herauswachsen. Rosenkohl ist ein der Kälte widerstehendes Wintergemüse.
Kälte macht ihn eher noch bekömmlicher und aromatischer.
Qualitätsbestimmung:
Die Röschen müssen fest, gesund, grün und geschlossen sein.
1. Qualität: Durchmesser 1,5-3,5 cm. 2. Qualität: weniger fest
geschlossen, Durchmesser über 3,5 cm.
Anbaugebiete:
hauptsächlich Holland und Belgien. Während der kalten Jahreszeit
praktisch in allen europäischen Ländern anzutreffen.
Lagerung: Kühl
lagern. Bei zuviel Feuchtigkeitsentzug werden die Rosetten gelb und unansehnlich.
Verwendung: Gemüse.
- Blanchieren, sautieren, dämpfen, sieden.
Rotkabis / Rotkohl / Blaukraut - chou(m)rouge
Beschreibung:
Sehr feste, schwere Köpfe mit fein gerippten rötlichblauen Blättern.
Die charakteristische dunkelrote Farbe wird durch den blauroten Farbstoff
Anthozyan bewirkt.
Qualitätsbestimmung:
Frische, feste Köpfe mit unbeschädigten Deckblättern. Strunk
kurz geschnitten. 0,5 bis höchstens 2 kg schwer.
Anbaugebiete: Europa.
Hauptimporte aus Holland.
Sorten:
Frühe und späte Sorten. Die späten Sorten sind dunkler und
werden bevorzugt.
Lagerung:
Lässt sich kühl den ganzen Winter lagern. Achtung: Jeder Schlag
verursacht Wunden, die Infektionsherde bilden und damit den Fäulnisprozess
fördern.
Verwendung: Rohkost
und Gemüse. -Braisieren.
BESCHREIBUNG
| VERWENDUNG | GEMÜSE A-D |
E-J | K-M | N-R |
S-Z | BILDER
Schalotte - échalote (f)
Beschreibung:
Kleine, längliche, eiförmige, weißviolette Zwiebeln mit
trockenhäutiger rotbrauner Schale. Die Nebenzwiebeln sind wiederum
aus kleineren Teilzwiebeln zusammengesetzt.
Qualitätsbestimmung:
Feste, kupferartig gefärbte, kleine, birnenförmige Zwiebeln. Lange
Formen aus dem Loire-Tal und der Bretagne.
Anbaugebiete:
Europa, besonders Mittelmeerregion.
Lagerung:
Kühl gelagert sind sie sehr lange haltbar.
Verwendung:
Zum Ansetzen von Saucen und Füllungen, aber auch ganz gedünstet
als Garnitur. - Dünsten,glasieren.
Schwarzwurzel - scorsonére (t) / saisifis (m) noir
Beschreibung:
Schwarzwurzeln haben eine schwarze Haut und milchiges, weißes Fleisch.
Sie wachsen ganz im Erdreich. Das Kraut wird nach der Ernte abgeschnitten.
Fälschlicherweise wird die Schwarzwurzel oft als saisifis bezeichnet
statt als scorsonére. Saisifis wird die früher angebaute weiß
berindete Haferwurzel genannt.Rohe
geschälte Schwarzwurzeln verfärben sich rasch. Sie müssen
daher sofort in einen blanc de légumes (Wasser, Mehl und Zitronensaft)
gelegt werden.
Qualitätsbestimmung:
Feste, glatte und gerade Wurzeln ohne Verletzungen und ohne Seitentriebe.
Anbaugebiete:
Belgien und Deutschland.
Lagerung:
Kühl und dunkel bei hoher Luftfeuchtigkeit, längere Zeit haltbar.
Konservierung:
In Dosen sterilisiert sowie tiefgekühlt.
Verwendung:
Gemüse. - Sieden, fritieren, gratinieren.
Sellerie / Knollenselerie – céleri-rave (m) / celeri-pomme (m)
Beschreibung:
Die Sellerieknolle ist in ganz Europa heimisch und gehört zu den beliebtesten
Herbst- und Wintergemüsen.
Qualitätsbestimmung:
Schnittsellerie (Frühjahr): keine Knollen, nur gesundes, frisches Kraut,
besonders aromatisch, wird zum Würzen verwendet. Suppensellerie Frühjahr-Sommer):
kleine Knollen, gesundes, frisches, verwendbares Kraut. Knollensellerie
mit Kraut (Spätherbst): mittelgroße Knollen, ohne Risse, gesundes,
frisches, verwendbares Kraut. Knollensellerie ohne Kraut (ganzes Jahr):
große Knollen, ohne Risse und ohne Nebenwurzeln, Blätter entfernt.
Anbaugebiete: Mittel-
und Südeuropa.
Lagerung:
Schnitt- und Suppensellerie
halten nur bei kühler Lagerung einige Tage. Knollensellerie ist lange
haltbar.
Verwendung:
Roh als Salat, gekocht als Gemüse und als Salat. Die gut gereinigten
Schalen sollte man stets für Suppen oder Saucen weiterverwenden. -
Sieden, glasieren, dünsten, fritieren.
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Spargel - asperge (f)
Beschreibung:
Weiße und
violette Spargeln wachsen ausschließlich in sandiger Erde, grüne
Spargeln über dem Boden. Die Spargelkultur ist sehr aufwendig und arbeitsintensiv.
Erst im dritten Jahr kann geerntet werden, weshalb die Spargeln so teuer
sind. Damit früher geerntet werden kann und Erntespitzen vermieden
werden können, wird ein Teil der Felder mit Plastik abgedeckt. Grünspargeln
werden in bedeutenden Mengen aus Übersee importiert.
Qualitätsbestimmung:
Die Stangen müssen frisch, unverletzt, gerade gewachsen, sauber und
dürfen weder holzig, noch hohl, noch gerissen sein. Sortierung farblich
einheitlich weiß, violett oder grün. 1. Qualität: mindestens
16 mm Durchmesser (Inlandspargeln mindestens 13 mm). In der Hauptsaison
werden auch dünnere Spargeln
angeboten. Sie gelten als 2. Qualität und sind billiger. Spargeln werden
lose oder gebündelt gehandelt.
Anbaugebiete:
Hauptanbau in
Frankreich (Cavaillon, Loire, Dröme, Elsaß); Spanien, Italien,
Ungarn, Belgien, deutsches Rheinland. Außerhalb der Hauptsaison Importe
aus den USA. Bei den Konserven sind vor allem die zarten kalifornischen
und die Spargeln aus Taiwan gut eingeführt.
Sorten: Man
unterscheidet weiße, violette und grüne Spargeln.
Lagerung:
Spargeln müssen frisch sein. Vorräte kühl und feucht lagern.
Spinat - épinards (m)
Beschreibung:
Spinat ist ein
beliebtes Blattgemüse mit zarten, vollgrünen Blättern. Spinat
soll den Weg zu uns über Arabien, Persien, Spanien und Italien gefunden
haben. Den neuseeländischen Buschspinat sollen Weltumsegler im 18.
Jahrhundert zu uns gebracht haben. Spinat hat einen hohen Gehalt an Eisen,
Vitamin A, B und C, Calcium und Eiweiß.
Qualitätsbestimmung:
Die Blätter des Blattspinats müssen sauber, frisch und unverletzt
sein, mit kurzem Blattstiel. Nicht aufgeschossen.
Anbaugebiete:
Italien, Deutschland
und Frankreich.
Sorten:
Frühlingsspinat mit zarten, kleinen Blättern. Winterspinat mit
gröberen, herberen, aber widerstandsfähigeren Blättern. Blattspinat
wird oberhalb, Wurzelspinat unterhalb des Wurzelhalses abgeschnitten.
Lagerung:
Kühl und luftig.
Verwendung:
Suppen, Salat und Gemüse. - Blanchieren, dünsten.
Stachys / Knollenziest - crosne (m) (du Japon)
Beschreibung:
Der ausdauernde
Knöllchen bildende Lippenblütler ist in Japan heimisch. Bei uns
ist Stachys ein sehr seltenes Gemüse. Essbar sind die etwa 2 g schweren
Wurzelknöllchen von rund 1 cm Durchmesser und 2-4 cm Länge. Sie
sind perlmuttfarbig und raupenförmig. Der Geschmack liegt zwischen
Schwarzwurzel und Artischocke. Dieses Delikatessgemüse ist in Produktion
(Handernte, ab Oktober) und Zubereitung sehr arbeitsintensiv und deshalb
sehr teuer. Geerntet wird nur der laufende Marktbedarf.
Qualitätsbestimmung:
Feste, saubere Knöllchen.
Anbaugebiete:
Japan, England und Frankreich.
Lagerung:
An der Luft verfärben sich die Stachys braun und vertrocknen. Eine
kurze Lagerung im feuchten Einschlag ist möglich.
Verwendung: Als
Gemüse. Stachys müssen nicht geschält werden, werden aber
oft nach dem Entfernen von Fäden und Enden blanchiert und in einem
Tuch mit Salz abgerieben, bis sie sauber sind. Anschließend werden
sie gespült und weiterverarbeitet. Stachys vorsichtig kochen, sonst
zerfallen sie. - Blanchieren, sieden, dünsten, sautieren.
Stangensellerie / Bleichsellerie - Célerie (m) en branches
Beschreibung:
Der Stangensellerie ist ursprünglich ein typisch englisches Gemüse,
ein Stängelgemüse mit kleinem Wurzelansatz, aber mit auffallend
hellgrünen und fleischigen Blattstielen. Zu einem Bund zusammengewachsen,
dessen innerer Teil, das Herz, besonders zart ist.
Qualitätsbestimmung: Bündel
mit 30 cm langen, fleischigen, gesunden Stangen, mit frischen grünlichweißen
Blättern. Die Hauptrippen dürfen nicht gebrochen, faserig, gequetscht
oder gespalten sein.
Anbaugebiete:
Inland in beschränkten
Mengen.
Sorten:
Neben dem Stangensellerie gibt es noch Schnittsellerie: kurzes grünes
Laub, besonders aromatisch, zum Würzen.
Lagerung:
Kühl, trocken und luftig.
Verwendung:
Rohkost, Salate, Gemüse. - Blanchieren, schmoren, gratinieren.
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Tomate - tomate (f)
Beschreibung:
Als Ganzjahresfrucht nimmt die Tomate im Gemüsehandel eine Spitzenstellung
ein. Sie ist eine Gemüsefrucht und besonders in der neuzeitlichen
Ernährung vielseitig verwendbar. Tomaten haben verschiedene Formen
und Geschmacksrichtungen. Laufend werden neue Sorten gezüchtet. Der
Anbau erfolgt im Freiland und vor allem in überdeckten Kulturen.
Qualitätsbestimmung: Spezialqualität: Absolut fehlerfreie
Früchte. Nach Größe einheitlich sortiert, mit grünem
Stielansatz, frei von Spritzbelag. Diese Tomaten stammen aus überdeckten
Kulturen. 1. Qualität: In Form, Farbe und Reife einheitliche Früchte
ohne Spritzbelag. Sie müssen einen Mindestdurchmesser von 45 mm haben
und sollten schnittfest sein. 2. Qualität: Vollwertige Konsumware,
aber in Form und Farbe von der 1. Qualität leicht abweichend. Inlandfrüchte
unter 45 mm Durchmesser.
Anbaugebiete: überdeckten Kulturen aus Holland, den Balkanstaaten
usw. Freilandware aus Spanien, Italien, Marokko und Frankreich, im Winter
von den Kanarischen Inseln, aus Ägypten, Israel usw.
Sorten: Unterschieden werden: die zwei- bis dreikammerigen runden
Tomaten, die vier- bis fünfkammerigen, mittelgroßen, flachrunden
Tomaten, die großen mehrkammerigen Fleischtomaten, die länglichen
Tomaten (San Marzano oder Peretti) und die kleinen runden Cherry-Tomaten.
Alle Tomaten sind hell- bis dunkelrot. Gelbe Sorten blieben bisher ohne
großen Erfolg.
Lagerung: Sorgfältig in Gebinde kühl lagern. Angefaulte
Ware wegen Ansteckungsgefahr entfernen.
Verwendung: Rohkost, Salat, Suppen, Saucen, Gemüse
und als Beilage zu anderen Speisen. - Blanchieren, dünsten, grillieren,
gratinieren.
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Topinambur / Erdbirne - topinambour (m)
Beschreibung:
Eine unförmige Knollenfrucht, oft stark warzig, in der Größe
der Kartoffel, mit hohem Wassergehalt. ihr Geruch ist erdig, verbunden mit
schwachem Weißrübengeschmack. Die Topinambur ist kein Ersatz
für Kartoffeln, sondern ein Fruchtgemüse wie etwa die Melone oder
die Tomate. Sie ist eher als Delikatesse und als Diätgemüse anzusehen.
Qualitätsbestimmung: Frische,
feste Knollenfrüchte von weiß, gelb, rot oder violett schimmernder
Farbe.
Anbaugebiete:
Frankreich und Deutschland.
Lagerung:
Lässt sich nur sehr kurze Zeit lagern, da sie außerhalb der Erde
sehr rasch schrumpft.
Verwendung: Wird
immer geschält verwendet. Da sie sehr rasch bräunt, muss sie bis
zur Verwendung in Wasser gelegt werden. Roh als Salat, gekocht als Gemüse.
Weißkohl / Weißkabis - chou (m) blanc
Beschreibung:
Sehr feste, schwere Köpfe mit zusammengeschlossenen, fein gerippten,
weißgelb- grünlichen Blättern.
Qualitätsbestimmung:
Frische, gesunde Köpfe mit sauberen Deckblättern ohne Schlagstellen.
Höchstgewicht 2,5 kg.
Anbaugebiete:
Mitteleuropa, speziell Deutschland.
Sorten:
Spitzkohl: Frühjahrssorte mit spitzer kegeliger Form und nicht so festem
Kopf. Sommerkohl: runde grüne Köpfe. Winterkohl: runde weiße
Köpfe. Einschneidekabis: große runde, bis 4 kg schwere Köpfe.
Winterkohl wird für die Herstellung von Sauerkraut verwendet. Sauerkraut
entsteht unter Luftabschluss durch natürliche Milchsäuregärung
des fein geschnittenen und eingesalzenen Weißkabis. Nach 4-6 Wochen
ist das Sauerkraut eßreif.
Lagerung:
Kühl lagern.
Sorgfältig behandeln, denn jeder Schlag verursacht Wunden, die Infektionsherde
bilden und den Fäulnisprozess fördern.
Verwendung:
Salat, Suppen, Gemüsebeilagen und Eintöpfe. - Schmoren.
Weißrübe - navet (m)
Beschreibung:
Plattrunde, kugelige
bis walzenförmige Wurzelknolle mit glatter Haut, jung mit grünem
Laub. Im Mittelalter, vor der Einführung der Kartoffel, spielten die
Weißrübe zusammen mit der Kohlrübe eine große Rolle
in der Ernährung.
Qualitätsbestimmung:
junge, feste, zarte, unbeschädigte Knollen.
Anbaugebiete:
Frankreich, Deutschland und Italien.
Sorten:
Neben den üblichen
Weißrüben gibt es noch die etwas länglicheren und milden
Pariser Weißrüben sowie die Teltower Weißrüben, die
ursprünglich nur in Teltow bei Berlin angebaut wurden. In Frankreich
werden sie als feinste Rüben unter dem Sammelbegriff navets de Teltow
verwendet.
Lagerung:
Kühl aufbewahren.
Konservierung:
Sterilisieren, tiefkühlen.
Verwendung:
Suppen, Gemüse und Eintöpfe. - Sieden, glasieren.
Wirz, leichtköpfig / Kohl / Wirsing Grünkohl – chou (m) frisé léger /Wirz, schwerköpfig / Wirsing / Kohl - chou (m) frisée lourd
Beschreibung:
Wirz ist neben Weiss und Rotkabis die dritte wichtige Kopfkohlvariante.
Im Gegensatz zum Weisskabis sind die Blätter mehr oder weniger gekraust
und grüngelb.
Qualitätsbestimmung:
Köpfe und Blätter müssen gesund und frisch sein.
Anbaugebiete: vorwiegend
Deutschland, Österreich und Frankreich.
Sorten:
Unterschieden wird zwischen dem Frühjahrs- und dem Sommerwirz mit lockeren
Köpfen, dem schwerköpfigen Lagerwirz sowie dem Winterwirz (Suppenwirsing),
der leichtköpfiger und grüner ist.
Lagerung:
Leichtköpfiger Wirsing ist für baldigen Verbrauch bestimmt. Schwerköpfiger
Wirsing lässt sich längere Zeit kühl lagern.
Verwendung:
Gemüse, Suppen, gefüllt; leichtköpfiger Wirsing auch als
Salat. - Blanchieren, dünsten, sieden, schmoren.
Zucchetto / Zucchini - Courgette (f)
Beschreibung:
Zucchetti sind Gemüsekürbisse, die in der Form der Gurke gleichen,
im Schnitt aber sechseckig sind. Genußreif sind Zucchetti in halbreifem
Zustand bei einer Länge von 15-20 cm. Bevorzugt werden bei uns dunkelgrüne,
gesprenkelte Sorten. Bis 15 cm lange Früchte kommen als Zucchini auf
den Markt. Auch goldgelbe Zucchetti werden angeboten.
Qualitätsbestimmung: Frisch, gesund und nicht schwammig. Marktübliche
Größenunterteilung: 1. Größe bis 150 g (Zucchini),
2. Größe 150-350 g (bevorzugte Sortierung), 3. Größe
350 g oder mehr (weniger beliebt).
Anbaugebiete: Italien, Frankreich und Spanien.
Lagerung: Kühl lagern. Angesteckte und schwammige Zucchetti
ausscheiden.
Verwendung: Gemüse und Salat. Eine Spezialität sind Zucchetti-Blüten
im Backteig oder gefüllt. - Dünsten, sautieren, glasieren, fritieren.
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Zuckerhut - pain (m) de sucre
Beschreibung:
Zuckerhut ist
ein gelbgrün-weißliches Zichoriengewächs mit länglichem,
festem, walzenförmigern Kopf, ähnlich wie Lattich. Er verdankt
seinen Namen seinem Aussehen: tütenförmig wie ein Zuckerstock.
Er schmeckt kernig und nussartig frisch.
Qualitätsbestimmung:
Saubere, geschlossene Köpfe, alles verwendbar.
Anbaugebiete: Italien
und Frankreich.
Lagerung:
Kühl lagern. Im Vergleich zu anderen Salat Gemüsen ist Zuckerhut
relativ lange haltbar.
Verwendung:
Salat
Zuckermais / Süssmais - épi (m) de mais / grains (m) de mais / sweet corn
Beschreibung:
Beim Zuckermais wird der Zucker während des Reifeprozesses nur langsam
in Stärke umgewandelt. Nur sorgfältig ausgewählte, einwandfreie
Maiskolben mit nicht ausgereiften Körnern eignen sich für den
Frischkonsum. Um die empfindlichen Körner zu schützen, sollte
man die gesunden Deckblätter am Kolben belassen.
Qualitätsbestimmung:
Die Maiskolben müssen voll ausgebildet, die Körner weiß-gelblich,
frisch, milchig und gesund, dürfen aber noch nicht hart sein.
Anbaugebiete:
Spanien, Israel und Obersee.
Sorten:
Unterschieden werden normalsüße und extrasüße (super-sweet)
Sorten. Eine Zwischenstellung nehmen die im angelsächsischen Sprachraum
sweet-gere genannten Sorten ein.
Lagerung:
Maiskolben vor Licht schützen, damit sie nicht nachreifen. Sie sollten
verbraucht werden, bevor die Körner hart sind.
Verwendung:
Gemüse, Salate,
Garnituren. - Sieden, grillieren, sautieren.
Zwiebel – oignon (m)
Beschreibung:
Die zahlreichen
Zwiebelsorten unterscheiden sich durch Form, Größe, Farbe, Geschmack
und Lagerfähigkeit voneinander. Die Speise- oder Küchenzwiebel
ist mittelgroß und rund, hat eine gelbe bis braune Schale und weißes,
saftiges, mildes Fleisch.
Qualitätsbestimmung: Fest,
gut ausgebildet, der Sorte entsprechend regelmäßige Form und
Farbe, mit trockener Hülle, frei von Verletzungen, mit sauberem Krautansatz.
Durchschnittliche Größe 3,5-7,5 cm.
Anbaugebiete: Europa
und Ägypten.
Sorten:
Früh- oder Silberzwiebeln: weiß; kommen, meist gebündelt,
im Frühling auf den Markt. Sommerzwiebeln: gelb oder weiß, 3,5-7,5
cm groß. Violette Zwiebeln: frisch, süßlich, würzig,
3,5-7,5 cm groß; kommen im Sommer auf den Markt oder auch abgetrocknet
im Herbst. Lagerzwiebeln: flach oder oval, 3,5-7,5 cm groß. Metzgerzwiebeln:
größer als 7,5 cm. Roller: etwas kleiner als 3,5 cm. Saucenzwiebeln:
klein, gelb oder rot, 2-3 cm groß. Schalotten: violett, klein, knoblauchförmig,
2 bis 3 cm groß. Wildzwiebeln (Lampagioni): meist ungewaschen, als
Gemüse verwendbar, baumnussgroß.
Lagerung: Kühl,
trocken und luftig.
Verwendung:
Roh oder gekocht
als universelles Gewürz für Salate, Saucen, Suppen und Garnituren.
Lokal sind Zwiebelgerichte als Spezialität sehr geschätzt. - Schmoren,
dünsten, glasieren, fritieren, gratinieren.
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