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vegetarische Alternativen zu Fleisch, Wurst & Fisch
Wir Menschen haben uns im Laufe unseres Lebens an bestimmte Verhaltensmuster
und natürlich auch eine bestimmte Ernährung und an einen bestimmten
Geschmack gewöhnt. Durch überaus massive Werbung der Fleischindustrie
(deren überwiegendes Interesse darin besteht, Milliardenbeträge mit
der intensiven Ausbeutung, den Qualen und der grausamen Abschlachtung der Tiere
zu verdienen) wurde Fleisch im letzten Jahrhundert zum absolut zentralen Element
in der Nahrung aufgebaut.
Gehen Sie auf kulinarische Entdeckungsreisen und lernen Sie die vielen neuen
gesunden „Mittelpunkte“ kennen, die sehr lecker und ohne viel Aufwand
auf Ihrem Teller entstehen können...
Vegetarisch leben bedeutet nicht Askese, ganz im Gegenteil: Es ist ein feinerer
Geschmack, der Sie im Laufe der Zeit durch seinen Variationsreichtum immer mehr
begeistern wird und Ihre „Geschmacksknospen“ neue Genüsse erleben
lässt. Wenn Sie zukünftig häufiger vegetarisch kochen, werden
Sie schnell merken, wie phantasievoll und abwechslungsreich die vegetarische
Küche sein kann. Die vorgestellten recht bekannten Produkte sind sehr einfach
zuzubereiten. Sie sind jedoch nur eine kleine Auswahl dessen, was die „vegetarische
Alternative“ Ihnen bieten kann. Hunderte von Produkten und Tausende von
leckeren Rezepten warten auch darauf, von ihnen entdeckt zu werden!
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TOFU natur, geräuchert, mit Kräutern, Pilzen...
Tofu ist ein im asiatischen Raum traditionelles und weit verbreitetes Nahrungsmittel.
Seit über 2000 Jahren ist es ein wichtiger Bestandteil der ostasiatischen
Küche. Tofu liefert wenig Kalorien, dafür aber viel Kalzium, Vitamin
E und besonders hochwertiges Eiweiß. Tofu wird aus Sojabohnen gewonnen,
die eingeweicht, zerdrückt, gekocht und mittels eines Gerinnungsmittels,
beispielsweise Zitronensäure, ausgefällt werden. Die schnittfeste
Struktur entsteht durch das Auspressen des ausgefällten “Quarks“
mit einem Stofftuch. Er wird in verschiedenen Geschmacksrichtungen - natur,
geräuchert, mit Nüssen/Gemüse/Paprika/Kräutern/Algen etc.
- angeboten. Zum Braten wird der Tofu in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten.
Panieren ist möglich. Natur-Tofu sollte, wenn er zum Braten verwendet wird,
über Nacht in eine kräftige (ölige) Marinade, zum Beispiel gewürzt
mit Sojasauce, Chillies oder Knoblauch, eingelegt werden, da er selbst einen
milden, fast neutralen Geschmack besitzt. Tofu ist praktisch universell einsetzbar,
neben dem Braten kann er frittiert, gegrillt, gekocht, gebacken, mariniert,
püriert und geräuchert werden. Er ist sehr gut als Salatzubereitung,
als Pizzabelag, als Füllung, z.B. für Teigtaschen oder als leckeres
veganes „Rührei“ geeignet. Mit den entsprechenden Zutaten und
Gewürzen lässt sich nahezu jede Geschmacksrichtung leicht herstellen.
Aufgrund seines neutralen Geschmacks lassen sich auch leckere Desserts, Torten,
Milchshakes und Eiscremes für die tiereiweißfreie (vegane) Ernährung
problemlos selber herstellen. Weil die in rohen Sojabohnen enthaltenen, die
Verdauung beeinträchtigenden Stoffe, die zu Magenbeschwerden führen,
bereits bei der Herstellung durch das Kochen unwirksam gemacht werden, sind
keine Mindestbratzeiten zu beachten. Tofu ist so, wie er gekauft wird, verzehrbar.
Die Sojabohne und die aus ihr gewonnenen Nahrungsmittel Tofu, Tempeh und Sojafleisch
enthalten viel und biologisch hochwertiges Eiweiß. Diese Lebensmittel
enthalten Eiweißwertigkeiten, die denen der Fleischspeisen nicht nachstehen
und sie teilweise noch übertreffen. Außerdem sind die Sojaprodukte
wertvolle Eisen- und Calciumlieferanten und enthalten weitere wichtige Mineralstoffe
und Vitamine.
Beim Einfrieren von Tofu ist zu beachten, dass er seine Konsistenz verändert
und nach dem Wiederauftauen eine poröse Struktur aufweist. In dieser Form
nimmt er Marinaden besonders gut auf.
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TEMPEH
gegrillt, frittiert, gebraten, ...
Tempeh wird, ebenso wie Tofu, aus Sojabohnen gewonnen. Die Bohnen werden jedoch
nicht zerdrückt, sondern durch Zugabe eines Edelpilzes fermentiert. Sie
sollten Tempeh möglichst frisch kaufen und zubereiten. Mit fortschreitender
Fermentierung erhält er einen zunehmend intensiven Geschmack. Tempeh ist
in handtellergroßen, flachen Kuchen zu kaufen, die als Ganzes, in Streifen
oder in Stücke geschnitten, gebraten, gekocht, gedünstet, frittiert
oder gegrillt werden können. In dünne Scheiben geschnitten, paniert
und goldbraun gebraten, mit Zitrone und Sojasauce beträufelt, schmeckt
er besonders gut.
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SEITAN als Braten, Nürnberger, Gyros ...
Seitan ist ein Nahrungsmittel mit hohem Proteingehalt. Es wird durch Auswaschen
der Stärke aus Weizen gewonnen. Das verbleibende Klebereiweiß (Gluten)
hat eine faserige schnittfeste Struktur. Seitan kann natur oder paniert, gebraten,
gekocht oder frittiert zubereitet werden. Ebenso ist es als „Schnitzel“,
“Gulasch“ oder als Suppenbeilage geeignet. Vorhergehendes Einlegen
in Marinade kann den Geschmack individuellen Wünschen anpassen.
Sehr schmackhaft ist Seitan als kalter Brotbelag. Es lässt sich ebenso
für ungewöhnliche vegetarische Produkte wie „veganes Gyros“
oder vegetarische Kebabs verarbeiten. Als solches ist es u.a. auch schon fertig
gewürzt z.B. im Naturkosthandel erhältlich.
Selbst „eingefleischte“ FleischesserInnen reagieren bei solchen
Spezialitäten oft sehr ungläubig, da diesem Produkt äußerlich,
vom Biss und je nach Würzen, auch geschmacklich die rein pflanzliche Herkunft
kaum anzumerken ist. Einige VegetarierInnen fühlen sich denn auch durch
Aussehen, Biss und (je nach Würzen) Geschmack von Seitan fast schon wieder
zu sehr an Fleisch erinnert... Seitan hat einen hohen Eiweißgehalt, im
Unterschied zu Fleisch enthält es jedoch kein Cholesterin und so gut wie
kein Fett.
SOJAFLEISCH à la „Schnitzel, Gulasch“ ...
Dieses Produkt besteht aus strukturiertem Sojaeiweiß. Der Eiweißauszug
der Sojabohne wird durch Entzug des Ölanteils, der als Sojaöl (häufig
auch nur als Pflanzenöl gekennzeichnet) im Handel erhältlich ist,
und durch anschließende Strukturierung bei hohem Druck und/oder hohen
Temperaturen gewonnen.
Das Sojaeiweiß wird in Form von getrocknetem Granulat (z.B. „Hackfleisch“
für Spaghetti Bolognese), Würfeln („Gulasch“) und größeren
Stücken („Schnitzel“) angeboten. Es muss, je nach Größe
der Einzelteile, mindestens 15 bis 60 Min. heißer Gemüsebrühe
oder speziell für diesen Zweck angebotenen, in Wasser aufgelösten
Würzmischungen, eingeweicht werden. Hohe Temperaturen (Kochen) beschleunigen
den Vorgang. Der Brühe können je nach Geschmack eigene Gewürze,
wie Sojasauce, Chillies, Paprika beigegeben werden. Das aufgeweichte Sojafleisch
wird wie Tierfleisch weiterverarbeitet. Es hat ein sehr fleischähnliches
Bissverhalten.
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BRATLINGE
unblutige Alternativen zu Mett
Beim Ersetzen von Hackfleisch in Bratlingen, Braten, Saucen, Füllungen
etc. sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die folgenden Beispiele beziehen
sich in erster Linie auf Bratlinge und Braten und stellen nur eine kleine Auswahl
der denkbaren Möglichkeiten dar. Sojaeiweiß in Form von getrockneten
Faserstücken eignet sich besonders gut. Es muss vor der Verwendung eingeweicht
werden. Zum Binden der Bratlingsmasse können Sojamehl, Johannesbrotkernmehl,
Stärke (oder Ei-Eiweiß) verwendet werden. Weil Sojaeiweiß praktisch
kein Fett enthält, empfiehlt sich die Zugabe von etwas Fett oder Öl
zur Bratlings- oder Bratenmasse. Grob geschrotetes oder gequetschtes Getreide
eignet sich auch gut. Dazu wird das Getreide in kochende Gemüsebrühe
gegeben und anschließend bei niedrigerer Temperatur eingeweicht. Die entstandene
Masse kann meist ohne zusätzliche Bindemittel zu Bratlingen, Füllungen
oder Braten verarbeitet werden, bei Bedarf können die oben genannten Bindemittel
verwendet werden. Die Zugabe von kleingeschnittenen oder geraspelten Gemüsen,
Kräutern und etwas Fett verfeinert den Geschmack. Besonders gut zur Bereitung
von Braten und Bratlingen eignet sich der würzige Grünkern. Sehr häufig
finden sich im Angebot auch fertig verpackte Bratlinge, fertige Bratlingsmischungen,
oder von Reformwaren- oder Naturkostladeninhabern selbst zubereitete Bratlinge.
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ALGEN
... der Geschmack nach Meer
Die vegetarische Alternative zu Fisch kommt auch aus dem Meer. Wer Fisch-Geschmack
als VegetarierIn aus unerklärlichem Grund irgendwie nicht abgeneigt ist,
der wird überrascht und erfreut sein, wie intensiv Meeresalgen nach „Fisch“
schmecken. Doch in Wirklichkeit schmecken sie gar nicht nach Fisch, sondern
nach Meer - und umgekehrt: Der typische „fischige“ Geschmack kommt
bei Fischen aus “ihrem“ Element (dieser im Wasser lebenden Wirbeltiere):
Fische schmecken nach Meer, Algen natürlich auch! Kombiniert man bestimmte
Algensorten mit Tofu, entstehen leckere Gerichte wie z.B. panierte Bratstäbchen
à la Käpt‘n Tofu - absolut grätenfrei... Für Einsteiger
empfehlen sich Nori-Blattalgen, die auch fertig geröstet und gesalzen zu
kaufen sind. Bei vielen vegetarischen Kindern erfreut sich diese Algenart großer
Beliebtheit. Sie werden z.B. gerne gleich „aus der Tüte“ gegessen.
Tipp: Probieren Sie einmal Spaghetti mit selbstgemachter Tomatensauce nach „mediterraner“
Art. Einfach ein paar zerkleinerte Nori-Blattalgen in die Sauce einrühren,
Kräuter der Provence und Kräutersalz dazu - fertig! Wer Algen in seinen
Ernährungsplan einbaut, braucht sich aufgrund ihres hohen Jodgehaltes vor
einem Jodmangel nicht zu fürchten. In Gemüsen, Getreide und Hülsenfrüchten
ist Jod nur unzureichend vorhanden. In größeren Mengen ist Jod nur
in Algen, Fischen, Schalentieren und Lebertran zu finden. Ein Mangel an Jod
führt zu einer Schilddrüsenvergrößerung, dem Kropf. Ein
schwerer Jodmangel in der Schwangerschaft führt zu einem Schilddrüsenhormon-Mangel
des Fötus. Schwere irreparable Entwicklungsstörungen z.B. des Zentralnervensystems
und des Skeletts kennzeichnen diesen Mangel.
Algen unterliegen gesetzlich einer Kennzeichnungspflicht als jodreiches Lebensmittel.
In vielen Ländern, z.B. Japan, sind sie ein traditionelles Lebensmittel.
Warnungen sind dort nicht notwendig. Bei übermäßigem Algen-Verzehr
wird auf evtl. Störungen der Schilddrüse hingewiesen. Dieses hängt
auch damit zusammen, dass der Jodgehalt der verschiedenen Algenarten sehr unterschiedlich
ist.
Nori - ca.8 mg, Wakame - ca.10 mg, Mekabu - ca.10 mg, Hijiki - ca.30 mg, Arame
- ca.80 mg, Kombu - ca.100 mg (Algenart - Jodgehalt/100g Algen)
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine durchschnittliche
Tagesaufnahme von nicht mehr als 0,2 mg Jod.
Unser Buchtipp: Delikate Algen-Rezepte, vom „Gefälschtem Aal“
bis zu „Käpt‘n Tofu“ sind in dem auch für alle Tofu-Rezepte
sehr empfehlenswerten Buch „Kochen und backen mit Tofu“ von dem
veganen Öko-Koch Alexander Nabben nachzulesen (erschienen im Pala-Verlag).
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ALLES WURST Vegi-Wiener, Grillknacker...
Die klassische Wurst, die ihre Form der Tatsache verdankt, dass der Verdauungstrakt,
also der Darm, von geschlachteten Tieren meist auch heute noch als Hülle
benutzt wird, erfreut sich merkwürdigerweise großer Beliebtheit.
Aber auch hier gibt es „unblutige“ und leckere Alternativen: Es
gibt z.B. in Naturkostläden und Reformhäusern eine Menge von fertigen
Sojaprodukten von feinem Geschmack, die rein äußerlich den konventionellen
Wurstwaren zum Verwechseln ähnlich sehen. „Eingefleischte“
VegetarierInnen fühlen sich von diesen Produkten allerdings oft zu sehr
an die „Originale“ aus Tierteilen erinnert...
Aber: Gerade bei verwursteten Tieren ist die Herkunft optisch von der Form und
von der Konsistenz her überhaupt nicht mehr für Kinder nachvollziehbar.
Für den Einsteiger sind diese Produkte ideal- und Kinder, die Tierfleisch-Wurstarten
gewohnt waren, freuen sich oft über einen solchen „vertrauten“
Anblick, der zudem noch lecker schmeckt und gesund ist. Alte und junge VegetarierInnen,
die mit Genuss in ihre Vegi-Wurst beißen, irritieren oft ihre Umwelt und
machen neugierig, da eine große Unwissenheit über die vielseitigen
und leckeren Möglichkeiten der vegetarischen Ernährung vorherrscht.
Für ein vegetarisches und sogar veganes Fast Food sind solche Fertigprodukte
bestens geeignet. Prima auch, dass man wirklich genau weiß, was in der
„Wurst“ ist...
• Tipp: „Schnitzen“ Sie ihre Pommes Frittes doch mal selber.
Dann mit Olivenöl, Kräutern, Salz und Curry mischen, auf ein Backblech
verteilen und 45 Min. backen. Dazu Tomatensauce, Vegi-Wiener und frischen Salat.
Fertig!
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LOPINO als Bratling, pikante Rolle, Aufstrich ...
Produkte aus dem Eiweißwunder Lupine (die Lupine ist eine Hülsenfrucht
und gehört zu den Ginsterarten) werden unter dem Namen Lopino vermarktet.
Es ist ein neues, ebenfalls rein pflanzliches Lebensmittel, welches aus der
heimischen Süßlupine hergestellt wird. Damit fallen die energieintensiven
Überseetransporte weg. Lopino enthält viel Eiweiß sowie das
blutbildende Vitamin B12. Ähnlich wie Tofu ist es vielseitig verwendbar.
Die Lupinenbohne ist der Sojabohne in ihrer Zusammensetzung recht ähnlich,
dennoch gibt es viele Unterschiede, die zugunsten der Lupine ausfallen. Lupinenprodukte
gibt es zunehmend in ähnlicher Vielfalt wie Tofu-Produkte. Unser Buchtipp:
„Eiweißwunder Lupine“ von Paul Bremer (fit fürs Leben
Verlag)
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AUF‘S BROT von wegen „alles Käse“!
Käse ist sicherlich neben gelatinefreier Marmelade, Honig (oder leckeren
veganen Honigalternativen, z.B. Agavendicksaft und Reismalz) die bekannteste
vegetarische Alternative fürs Brot. Dieses stimmt allerdings nur bedingt:
Die meisten Käsesorten werden noch mit Kälberlab hergestellt. Diese
Käsesorten sind nicht vegetarisch! Kälberlab ist der Verdauungssaft
aus den Mägen frisch geschlachteter Kälber. Es wird benötigt,
um Milch in Quark und Molke zu trennen. Viele Käsesorten sind auch mit
vegetarischem, mikrobiellem Lab erhältlich. Dieses ist jedoch oft nicht
ausgezeichnet. Es empfiehlt sich daher, sich vor dem Kauf zu erkundigen. Vegetarischer
Naturkost- und Reformwaren-Käse ist meist als solcher gekennzeichnet. Findet
sich z.B. kein Parmesan ohne Kälberlab, eignen sich würzige Hefeflocken
als optimaler Ersatz. Alternativ gibt es auch ein umfangreiches Angebot an vegetarischen
Brotaufstrichen, Brotbelägen und Aufschnitt. Deftiges, Delikates, Fruchtiges,
Mildes oder Scharfes... VegetarierInnen haben eine gerade im Naturkost- &
Reformhandel eine in jeder Hinsicht große Produktpalette zur Auswahl.
Wichtiger Bestandteil von vegetarischen Aufstrichen, Pasteten, etc. ist oft
Getreide, Hefe und Tofu. Beigaben wie Gemüse, Nüsse, Pflanzenöle
und Gewürze dienen zur Geschmacksabrundung. Ein Blick auf die Zutatenliste
sei lacto-VegetarierInnen und VeganerInnen empfohlen, da bei einigen Produkten
Hühnerei-Eiweiß (oft sogar aus Massentierhaltung) als Bindemittel
eingesetzt wird. Auch zum einfachen Selbermachen gibt es reichlich leckere Rezepte.
Im Handumdrehen entstehen so leckere und hochwertige Kreationen wie z.B. Waldorfpaste,
Pesto-Tofu oder Nuss-Paprika-Aufstrich.
RICHTIG WÜRZEN Suppen, Brühen, Soßen...
Als Grundlage und zum Würzen von Suppen, Soßen und Trinkbrühen
werden rein pflanzliche Gemüsebrühen angeboten. Die Bestandteile sind:
Meersalz, ungehärtete pflanzliche Öle, Hefeextrakt sowie Gemüse-
und Gewürzmischungen und Petersilie. Handelsübliche Suppen- und Soßengewürze
enthalten in den meisten Fällen tierische Produkte, die als solche nicht
unmittelbar erkennbar sind.
Eine weitere sehr gute (hefefreie) Grundlage zum Würzen ist Miso, eine
Sojabohnenpaste, die in verschiedenen Geschmacksrichtungen von mild-süß
bis kräftig angeboten wird.
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REZEPTE
NATÜRLICH EINKAUFEN unsere Tipps!
Einige der vorgestellten Produkte sind zwar äußerst gesunde Alternativen
zu Fleisch, aber keine Lebensmittel im Sinne der Vollwerternährung, also
von möglichst naturbelassener Nahrung. Dies gilt insbesondere für
das „Sojafleisch“. Hier kann leicht ein Ausgleich entstehen, wenn
man die weiteren Zutaten möglichst frisch und natürlich wählt.
Ein Großteil der aufgeführten Produkte wie Tofu, Brotaufstriche,
Getreideschrot findet sich in Reformhäusern oder Naturkostläden. Einige
Lebensmittel, wie Tempeh, Seitan oder Miso sind dort mittlerweile, wie in Asia-Shops,
fast Standard geworden. Sie können auch direkt beim Hersteller oder im
spezialisierten Versandhandel (Anschriften, z.B. für Vegan-Versender sind
auf Anfrage in unserer Geschäftsstelle erhältlich) bestellt werden.
Die Lebensmittelabteilungen von Supermärkten bieten zwar auch zunehmend
diese Produkte an, in der Regel aber nicht preiswerter als Reformhäuser
oder Naturkostläden. Letztere haben zudem eine viel größere
Auswahl und eine kompetente Beratung. Die vegetarischen Alternativen sind meist
nicht teurer als vergleichbare Mengen Fleisch und Wurst. Grundsätzlich
empfehlen wir Ihnen, Ihre vegetarischen Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft
zu kaufen, da sie ohne Pestizide und Kunstdünger erzeugt wurden und gentechnikfrei
sind.
• Sollten Sie Sojaprodukte verwenden, empfehlen wir, fermentierten Produkten
wie z.B. Tempeh den Vorzug zu geben Fermentierte Sojaprodukte scheinen nach
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vorteilhafter als Produkte aus unfermentierter
Sojabasis (Tofu, Sojafleisch, Sojamilch, etc.). Bevorzugen Sie Lebensmittel
aus der Region. Produkte der heimischen Süßlupine sind z.B. frei
von blähbildenden Stoffen, reich u.a. an Kalzium und Magnesium und eine
ernährungsphysiologisch hervorragende Alternative zu Tofu. Frische, rohe,
lebendige und damit unverarbeitete Nahrung ist am gesündesten. Bauen Sie
vitalisierendes frisches Obst und Gemüse zunehmend in Ihren Speiseplan
ein. Vitamin-C-haltige Produkte sollten zum Essen als Frischkost oder Saft dazugehören,
da Vitamin C Eisen aus Pflanzen erst für den Körper verwertbar macht!
Essen Sie viele komplexe, natürliche Kohlenhydrate und wenig Eiweiß.
Der Mythos vom hohen Eiweißbedarf ist längst wissenschaftlich widerlegt.
Große Eiweißmengen, vor allem tierisches Protein, haben für
die Gesundheit meist nachteilige Auswirkungen.
Wenn Sie sich mit vegetarischer Ernährung näher beschäftigen,
werden Sie feststellen, dass sie sich auch für Sie zu einem ganzheitlichen
Impuls entwickeln kann. Sie ist nicht nur eine überaus gesunde, sondern
auch eine ökologische und ethische Alternative zu Nahrungsmitteln, die
nur durch die massive Ausbeutung und das Töten von Tieren entstehen. Sie
werden bei Ihren ersten fleischlosen „Gehversuchen“ sicher bald
feststellen, dass vegetarische Gerichte nicht nur unter dem Gesichtspunkt des
“Fleischersatzes“ zu sehen sind. Damit eröffnen sich dann weitere
interessante Möglichkeiten der Essenszubereitung, die es lohnt zu erkunden.
In diesem Sinne viel Spaß und guten Appetit!
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Was Rezepte angeht, können wir Euch unsere "Spezial´s"
anbieten:
Meeres-Gemüse,
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schaut auch mal bei: Wraps
und Studentenfutter vorbei.
oben
Quelle: Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.
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